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Die einfach umsetzbare Grundlage zum Aufbau einer Vertriebsgruppe im Network Marketing
(bundesweit und international)
Liebe Networkerin,
Lieber Networker,
unseren heutigen Grundlagen-Vortrag wollen wir mit einer kleinen Auffrischung unserer geschichtlichen Kenntnisse beginnen.
Wie lautet doch gleich der Name des Mannes, der Amerika entdeckt hat?
Richtig, dieser Abenteurer und Seefahrer hieß …
…. Björn Herjulfsson.
Wollten Sie schon mit „Christoph Columbus“ antworten?
Nun, dann entspricht diese Antwort zwar der landläufigen Meinung. Aber Tatsache ist, dass der oben genannte Wikinger bereits im Jahre 986 die amerikanische Küste angesteuert hat. Eher unbeabsichtigt, weil er sich auf dem Weg nach Grönland befand und mit seinem Boot abgetrieben wurde. Einige Jahre später begab sich dann Leif Eriksson – der Sohn von „Erik dem Roten“ (Eriks-son) gezielt auf den Weg, um das von Björn Herjulfsson beschriebene „bewaldete Land“ aufzusuchen.
Nach Erikssons Rückkehr gründeten einige seiner Männer eine Kolonie an der von ihnen als „Vinland“ (Weinland) bezeichneten Nordwestküste in der Nähe des heutigen New York.
- was Eriksson eine regelmäßige „Umsatzbeteiligung“ aus der erbrachten Beute seiner „Downline“ einbrachte. Allerdings nur für eine gewisse Zeit, dann gab seine Gruppe die Kolonie auf und Leif Erikssons „Passiveinkommen“ war dahin.
Was war das Problem?
Schon vor 1000 Jahren (und auch davor) galt das Gesetz der „kritischen Masse“. Dieser Begriff ist Ihnen vielleicht vom Prinzip der Atombombe bekannt und bezeichnet folgendes:
Wenn genügend Teile spaltbaren Materials zusammenkommen, so dass sie gemeinsam die besagte „kritische Masse“ überschreiten, wird eine Kettenreaktion ausgelöst, die für die verheerende Explosionswirkung sorgt. Kommen nicht genügend Teile spaltbaren Materials zusammen, passiert nicht viel – oder gar nichts.
Das gleiche Problem galt für die Kolonie der Wikinger. Als „kritische Masse“, um eine Kolonie in einem neuen Land zu gründen, galt (vor allem unter den damaligen technischen Voraussetzungen) eine Zahl von mindestens 500 Menschen. Eine kleinere Gruppe stellte einfach keine ausreichend große Gemeinschaft dar, um sich selbständig, ohne fremde Hilfe, zu unterstützen und zu vergrößern.
Oder sich gegen die Indianer zu verteidigen, die sich einfach nicht an die Wikinger-Regeln halten wollten: Satt sich Schwerter zu schmieden und sich auf direkte Raufereien einzulassen, beschossen die Indianer die Nordmänner einfach aus dem Wald mit ihren Pfeilen – was es den Wikingern nicht leichter machte, eine Gemeinschaft von mehr als 500 Personen aufrecht zu erhalten. Die kritische Masse wurde also nie dauerhaft erreicht, die Kolonie erlangte keine echte Selbständigkeit und löste sich wieder auf.
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Das gleiche Prinzip (nicht die Zahl der Menschen) gilt für Ihr Network-Geschäft.
Trotzdem hört man von Networkern und Gründern von Network-Firmen immer wieder die folgende Aussage:
„Ich will eine bundesweite Vertriebsorganisation aufbauen. Daher werde ich über ganz Deutschland verteilt an 10 strategisch gewählten Standorten meine Meetings veranstalten, damit ich das ganze Bundesgebiet abgedeckt habe. “Auf diese Weise werde ich mir eine riesige Gruppe von zehntausenden , ach was, von hunderttausenden von Menschen aufbauen!“
Nein, wird er nicht.
Er wird mit größter Wahrscheinlichkeit Schiffbruch erleiden und, wie es auch bei den Wikingern der Fall war, von der Bildfläche verschwinden.
Wie ist es dann den großen international erfolgreichen Network-Firmen gelungen, ihr massives Wachstum zu erreichen? Oder den Networkern, die tatsächlich Hunderttausende von Partnern in vielen verschiedenen Städten und/oder Ländern aufgebaut haben?
Wenn Sie sich die Gründungsgeschichten der Giganten in unserer Branche ansehen, dann werden Sie fast immer folgendes feststellen: Das der Firmengründer an einem zentralen Ort mit dem Aufbau seines Geschäfts begonnen und erst dann weitere Standorte hinzugefügt hat. Nachdem also im jeweiligen Ort zuerst die „kritische Masse“ erreicht, bzw. überschritten war.
Und der Grund warum so viele Networker erfolglos bleiben, ist folgender: Das sie – lange bevor die kritische Masse innerhalb einer Linie auch nur annähernd erreicht ist – mit dem Aufbau von weiteren Linien, am besten noch in weit entfernten Städten, beginnen.
So ist das Desaster vorprogrammiert: Das noch nicht selbständige „Heimatlager“, das ohne großen Aufwand (kurze Entfernungen, keine Raummieten) ausgebaut werden könnte, wird verlassen, damit zu neuen Ufern aufgebrochen werden kann. Und so entsteht – statt einem steigenden Einkommen – eine wundervolle Kostenexplosion: Fahrtkosten, Übernachtungen, Meetingräume und Zeitungsanzeigen müssen von dem Geld bezahlt werden, das die nicht vorhandene Basisorganisation gar nicht einbringt.
Ein halbes Jahr später druckt das örtliche Tageblatt dann die folgende Schlagzeile: „Ein verschuldeter Networker packt aus: 30.000 Euro Schaden durch ein betrügerisches Pyramidensystem“.
Im Text ist dann von dem armen Peter W. zu lesen, der von „denen da oben“ nur ausgebeutet wurde und der selber niemals Geld verdient hat. Es sei ja überhaupt kein Gewinn möglich gewesen, weil man so hohe Kosten habe. 7 Tage die Woche sei er unterwegs gewesen, habe 45.000 Autobahnkilometer zurücklegen müssen, seine Ehe sei in die Brüche gegangen und er habe durch das schlechte Essen mehr als 12 kg an Gewicht zugelegt.
Ja, daran ist ganz bestimmt Network Marketing schuld, keinesfalls jedoch der arme Peter W….
Beim Lesen dieser Meldung kann sich die 67-jährige Elvira S., die sich bei der gleichen Network – Firma eingeschrieben hat, nur schmunzeln. Sie wohnt in der gleichen Stadt, hat diese niemals verlassen und verdient sich ohne ernsthafte Kosten mit einer kleinen, aber ernsthaften Truppe von etwa 70 Konsumenten und Vertriebspartnern jeden Monat 1.500 Euro dazu – was ihr verfügbares Einkommen (Euro 1.000,- Rente, abzüglich ca. Euro 800,- monatlicher Ausgaben) mehr als verachtfacht …..
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Soll das heißen, dass man keine internationale Organisation aufbauen soll? Selbstverständlich nicht. Aber wenn Sie Ihr Geschäft aufbauen wollen, um damit Geld zu verdienen und nicht, um damit Beschäftigungstherapie zu betreiben, muss Ihnen das Prinzip der „kritischen Masse“ klar sein.
Und falls Sie es mit dem Schlaumeier halten, der vor einiger Zeit sagte: „Also, wenn ich einen 50.000,- Euro Scheck habe, dann brauche ich keine kritische Masse!“, dann sollten Sie sich folgende Geschichte zu Herzen nehmen.
Ein Erlebnis, das einige Jahre her ist, das es aber bereits vor 50 Jahren schon in vielfacher Form gab und das sich in den nächsten 50 Jahren und darüber hinaus noch oft wiederholen wird – weil die meisten Menschen einfach nicht hören wollen. Und da Sie es jetzt besser wissen, können Sie es sich überlegen, ob Sie zu den Networkern gehören wollen, die darüber schmunzeln oder ob Sie zu den Menschen gehören werden, über die in der Zeitung geschrieben wird.
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Auch wenn er auf der Bühne und während der Seminarpausen immer den Strahlemann gab, ging es Hermann Hurtig nicht gut. Der gut aussehende Networker mit den teuren Maßanzügen und dem Porsche-Cabriolet, der nur in den besten Hotels abstieg, schien irgendetwas zu verbergen.
In einem persönlichem Gespräch an der Hotelbar ließ er seinen Gefühlen nach ein paar belanglosen Sätzen und dem dritten Gin-Tonic endlich freien Lauf: „Wenn ich doch endlich nur einmal Geld mit diesem Geschäft verdienen würde!“ platzte es aus ihm heraus.
„Endlich einmal Geld verdienen? Du hast vorher auf der Bühne noch von einem 50.000,- Euro Scheck erzählt – stimmt das etwa gar nicht?“
„Doch, das mit dem Scheck stimmt schon“, meinte er. „Aber was glaubst Du, was ich jeden Monat für Kosten habe? Ich bin täglich unterwegs – alleine für Reinigung, Essen und Logis geht monatlich ein fünfstelliger Betrag drauf! Der Porsche kostet mich zwischen 1,05 und 1,20 Euro pro Kilometer – und ich fahre locker 10.000 Kilometer im Monat. Die Anzeigen in den verschiedenen Städten müssen nicht nur bezahlt, sondern auch bearbeitet werden – dazu komme ich persönlich ja gar nicht. Also habe ich eine Sekretärin in Vollzeit angestellt, die ja schließlich auch ein Büro braucht. Und dass ich schon aus Imagegründen keine Bruchbude mieten kann, ist ja wohl auch klar.“
Ein Überschlag ergab, dass sich alleine 33.000,- Euro des monatlichen 50.000,- Euro Schecks in Form von „Betriebskosten“ auflösten. Die verbleibenden 17.000,- Euro wurden von Hermann Hurtig zum größten Teil dazu genutzt, um die bereits entstandenen Schulden zu begleichen, die sich durch seinen „massiven“ Geschäftsaufbau aufgetürmt hatten, BEVOR er monatliche Provisionen in dieser Höhe erhielt.
„Ja aber dann hätte Hermann Hurtig doch einfach aufhören können, in der Gegend herumfahren und nur noch 50.000,- Euro Schecks kassieren!“
So dachte er sich das auch. Da er allerdings in keiner der vielen Städte, in der er tätig war, die kritische Masse überschritten hatte, brach seine instabile Organisation innerhalb kurzer Zeit wieder zusammen.
Immerhin reichten die noch verbleibenden (schnell kleiner werdenden) Schecks wenigstens dazu aus, dass Hermann Hurtig damit die aus seiner Anfangszeit entstandenen Vorkosten und die Stornogebühr für den Leasingvertrag des Porsches abdecken konnte.
Aber wenigstens hatte Hermann ein paar schöne Anzüge behalten …
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Soviel zum Aufbau einer bundesweiten Organisation , bevor die kritische Masse am jeweiligen Standort erreicht ist.
Natürlich hat die Geschichte von Hermann Hurtig nicht ausschließlich mit dem Prinzip der kritischen Masse zu tun, sondern genauso mit der persönlichen Einstellung zum Umgang mit Geld. Es gibt Networker, die ihr Geld buchstäblich verbrennen (Luxushotels, 100.000,- Euro Fahrzeuge und sonstige „notwendige Geschäftsausgaben“), und es gibt Networker, die ihr Geld auf sinnvolle Weise investieren – in die Gewinnung neuer Interessenten und in die Ausbildung bestehender Partner. Auch hier ist es Ihre persönliche Entscheidung, liebe Leser, zu welcher Gruppe Sie gerne gehören möchten.
Vor allem sollten Sie diese Entscheidung gut überlegen, wenn Sie ein stabiles Passiveinkommen aufbauen möchten. Denn Ihre Partner werden nachmachen, was Sie ihnen vorleben.
Und welche Art von Downline ist Ihnen lieber: Ein Club ständig abgebrannter Sportwagenfahrer, die nur für fünf Euro Tanken können, ständig vor dem Offenbarungseid stehen, deren Absturz vorprogrammiert ist und die Sie mit in den Abgrund ziehen?
Oder 10 vermeintlich kleine Networker und Networkerinnen vom Typ einer Elvira S., die ihr Geschäft konsequent und dauerhaft betreiben und ständig in stabilen Schritten steigern? Und deren gesammelte Umsätze bei Ihnen für einen monatlichen Scheck von 10.000 Euro und mehr sorgen?
Die Entscheidung liegt bei Ihnen – wie mein Tipp lautet, muss ich vermutlich nicht erwähnen.
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Das Prinzip der kritischen Masse gilt für viele Dinge, nicht nur im Network Marketing:
● Eine Rakete, die zum Mond fliegen soll, benötigt mehr als 95% ihrer Energie, um die Erdanziehungskraft zu überwinden. Wenn dieser kritische Punkt überwunden ist, reichen die restlichen 5% aus, um sie zum Mond zu bringen. Bringt sie aber die „kritische Masse“ nicht auf, wird sie die Erdumlaufbahn nie verlassen – obwohl sie Unmengen an Energie nutzlos verschwendet hat.
● Ein Flugzeug, das vom Boden abheben soll, benötigt die „kritische Masse“ in Form einer Mindestgeschwindigkeit bzw. einen Mindestantrieb. Wenn es einmal in der Luft ist, kann es den Flugzustand mit weniger Energieaufwand aufrechterhalten.
● Die Neugründung einer Interessengemeinschaft, z.B. einer Partei, benötigt eine „kritische Masse“ an Menschen, damit eine Änderung möglich ist – mit einer zu geringen Teilnehmerzahl würde dieses Aufbegehren lediglich im Sande verlaufen. Ein Beispiel für ein solches Gelingen ist die Partei der Grünen: Aus einer kleinen Truppe vermeintlicher Spinner ist mit konsequenter Aufbauarbeit (egal was man von den Grünen hält) eine Partei geworden, die heute in der Regierung sitzt. Und ein ähnliches erreichen der kritischen Masse durch konsequente Arbeit zeichnet sich leider momentan auch bei einer Partei ab, über die ich in diesem Bericht nicht schreiben möchte.
Was bedeutet dieses Prinzip der kritischen Masse nun im Network Marketing – und wie können wir es zu unserem Geschäftsaufbau nutzen?
Zunächst sollten wir wissen, wie groß die Zahl im Network Marketing sein muss – 500 Menschen wie bei einer neuen Kolonie im Mittelalter? 5.000? Oder vielleicht sogar nur 50?
Tatsache ist, die Zahl als solche spielt im Network Marketing eine untergeordnete Rolle.
Denn das Erreichen der „kritischen Masse“ bedeutet in unserem Geschäft nicht eine Anzahl von Menschen.
„Kritische Masse“ bedeutet eine nötige Menge an Energie, die – ähnlich wie im Fall der Atombombe – selbständig agieren und reagieren kann. Und diese Energie kann sich oftmals in nur einer einzigen Führungskraft bündeln. Und dabei ist es für Sie wichtig, zu wissen: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, das diese erste potentielle Führungskraft gar nicht weit von Ihnen entfernt weg ist. Eventuell wohnt dieser Mensch in der nächsten Straße, im nächsten Ortsteil oder in der nächsten Stadt – nicht erst im nächsten Bundesland oder sogar in Übersee.
Ihre Aufgabe besteht lediglich darin, solange andere Menschen zu informieren, bis Sie auf denjenigen oder diejenige gestoßen sind, die über die nötige Energie verfügt. Um diesen Menschen dann z informieren, was er (oder sie) tun muss.
Denn diese Führungskraft ist lediglich eine potentielle Führungskraft – wäre sie schon erfolgreich, bräuchte sie Sie und Ihr Angebot nicht mehr.
Ihre Aufgabe ist es nur, solange Informationen zu überbringen, bis Ihre „kritische Masse“ erreicht oder überschritten ist.
Ob Sie das in einem nahe gelegenen Umfeld tun wollen, oder nicht, können Sie ja am Beispiel von Herman Hurtig entscheiden. Und ob es sich um eine, um fünf oder hundert Personen handelt, die Sie informieren müssen, bis Sie die richtigen Menschen für Ihre kritische Masse gefunden haben, kann Ihnen leider niemand im Voraus sagen – es dauert halt so lange, wie es dauert.
Aber wenn Ihre kritische Masse einmal überschritten ist, dann bleiben Ihnen Ihre Lieferungen von Gold, Silber und Fellen (oder monatlichen Schecks) erhalten und brechen nicht ein, wie es vor Jahren Hermann Hurtig und vor tausend Jahren den Sohn von Erik dem Roten geschah.
Vielleicht möchten Sie sich also jetzt gleich notieren, wie Sie die kritische Masse in Ihrem Geschäft so schnell wie möglich erreichen wollen? Um sich dadurch Schritt für Schritt eine bundes- oder gar weltweite Vertriebsgruppe aufzubauen?
Viel Erfolg wünscht
Annegret Siara













